Motivation

Die zulässigen jährlichen CO2-Emissionswerte für einzelne Sektoren wie Energie, Industrie, Verkehr oder Gebäude werden gesenkt. Das Reduktionsziel für 2030 erhöht sich um 10 Prozentpunkte auf mindestens 65%. Das bedeutet, dass Deutschland seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65 % im Vergleich zu 1990 reduzieren soll.

Klimaneutralität bis 2045

Mit dem geänderten Klimaschutzgesetz werden die Zielvorgaben für weniger CO2-Emissionen angehoben. Das Minderungsziel für 2030 steigt um 10 Prozentpunkte auf mindestens 65 Prozent. Das heißt, Deutschland soll bis zum Ende des Jahrzehnts seinen Treibhausgas-Ausstoß um 65 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 verringern. Die höheren Ambitionen wirken sich auch auf die CO2-Kohlendioxid-Minderungsziele bis zum Jahr 2030 in den einzelnen Sektoren aus: in der Energiewirtschaft, der Industrie, im Verkehrssektor, im Gebäudebereich und in der Landwirtschaft.

Für das Jahr 2040 gilt ein Minderungsziel von mindestens 88 Prozent. Auf dem Weg dorthin sieht das Gesetz in den 2030er Jahren konkrete jährliche Minderungsziele vor. Bis zum Jahr 2045 soll Deutschland Treibhausgasneutralität erreichen: Es muss dann also ein Gleichgewicht zwischen Treibhausgas-Emissionen und deren Abbau herrschen. Nach dem Jahr 2050 strebt die Bundesregierung negative Emissionen an. Dann soll Deutschland mehr Treibhausgase in natürlichen Senken einbinden, als es ausstößt.

Die Folgen des Klimawandels – Warum müssen wir jetzt handeln?

Die Folgen des Klimawandels haben direkten Einfluss auf das tägliche Leben und die Gesundheit. Der durch Menschen verursachte Ausstoß von Treibhausgasen lässt das Klima langfristig verändern und wandeln. Die Auswirkungen zeigen sich in steigenden Durchschnittstemperaturen, einem erhöhten Meeresspiegel als auch einer veränderten Klimavariabilität. Folgend einige Beispiele von Bereichen die betroffen sind:

GESUNDHEIT

Klima- und Wetterveränderungen, die in Folge des Klimawandels auftreten, können sich stark auf die menschliche Gesundheit auswirken. Die steigende Zahl an heißen Tagen, Extremwetterereignisse und neuen Krankheitserregern belasten jedoch nicht nur die Bevölkerung, sondern auch Tiere und Pflanzen.

LANDWIRTSCHAFT

Die Landwirtschaft leidet stark unter dem Wandel des Klimas und hat durch Extremwetterereignisse vielerorts mit Ernteausfällen zu kämpfen. Pflanzen leiden unter Wassermangel oder werden durch starke Niederschläge stark beschädigt. Auch Tiere können oftmals nicht mehr mit hofeigenen Futterpflanzen ernährt werden. die Futterpflanzen für Tiere ergeben oftmals keinen Ertrag, wodurch Bauern nicht ihr hofeigenes Futter verwenden können.

VERKEHR

Der Klimawandel hat unterschiedliche Auswirkungen auf den Verkehr und die Infrastruktur. Straßen und Schienen werden aufgrund von Startregen oder durch hohe Temperaturen beschädigt. Bauart und Baustoffe müssen zukünftig angepasst werden und größere Entwässerungssysteme werden erforderlich sein. Auch die Verkehrssicherheit nimmt durch Extremwetterereignisse, wie schlechte Sichtverhältnisse oder Hitze ab.    

ENERGIEPRODUKTION

Die Erzeugung und Nutzung von Energie hat starke Auswirkungen auf das Klima und zieht Veränderungen in Bezug auf das Energieerzeugungspotential sowie den Energiebedarf mit sich. Beispielsweise wirken sich diese auf den Wasserkreislauf der Wasserkraft aus, bei warmen Temperaturen steigt der Energiebedarf für Klimatisierung im Sommer, während der Heizbedarf er im Winter sinkt. Somit könnte es zukünftig vorkommen, dass Kraftwerke in Folge steigender Luft- und Wassertemperaturen sowie sinkender Flusswassermengen gedrosselt oder heruntergefahren werden müssen.